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Mehr Förderplätze für Famulaturen in ländlichen Regionen Bayerns

Aufgrund der großen Nachfrage hat der Vorstand der KVB beschlossen, die Anzahl der Förderplätze ab sofort deutlich zu erhöhen.

München, 11. Mai 2018: 70 Medizinstudierende haben im letzten Semester die Möglichkeit genutzt, eine Famulatur in einer bayerischen Haus- oder Facharztpraxis auf dem Land zu absolvieren und dabei eine finanzielle Förderung von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zu erhalten. Statt wie bisher 70 werden im anstehenden Sommersemester 105 Förderplätze ausgeschrieben – dies entspricht 15 Plätzen pro Regierungsbezirk. Ab 15. Mai 2018 startet hierfür der nächste Bewerbungszeitraum.

Aus Sicht des KVB-Vorstands ist die Förderung des studentischen Nachwuchses ein wichtiger Baustein, um die ambulante ärztliche Versorgung im Freistaat weiterhin flächendeckend sicherzustellen. "Es ist für alle Beteiligten ein Gewinn, wenn Studierende schon frühzeitig eigene Erfahrungen in Haus- oder Facharztpraxen auf dem Land sammeln können", betont der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp. Durch eine Famulatur in einer Landarztpraxis sinken mögliche Vorbehalte gegenüber einer späteren Tätigkeit im ländlichen Raum. Dies hat auch die Evaluation eines vorangegangenen Pilotprojekts der KVB in Kooperation mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (bvmd) gezeigt, das von 2014 bis 2017 in Bayern angeboten wurde.

Aufgrund der positiven Erfahrungen dieses Pilotprojekts hat sich die KVB im Jahr 2017 dazu entschlossen, eine eigene Famulaturförderung anzubieten. In dem neuen Förderprogramm "FamuLAND" können Medizinstudierende eine Förderung in Höhe von 500 Euro erhalten, wenn sie ihre Famulatur in einer bayerischen Haus- oder Facharztpraxis auf dem Land absolvieren. Voraussetzung ist, dass die Kommune, in der die gastgebende Praxis ansässig ist, eine bestimmte Einwohnerzahl nicht überschreitet. Bei einer Famulatur in einer Hausarztpraxis liegt diese Grenze bei höchstens 20.000 Einwohnern, bei einer Famulatur in einer Facharztpraxis bei 40.000 Einwohnern.

Weitere finanzielle Zuschläge von bis zu 200 Euro gibt es für den Famulus, wenn sich die Praxis in einem Gebiet befindet, in welchem die jeweilige Fachgruppe von einer ärztlichen Unterversorgung bedroht oder bereits betroffen ist. Ist der Praxisstandort mehr als 60 Fahrtkilometer vom nächsten Universitätsstandort für Humanmedizin entfernt, gibt es zudem einen Entfernungszuschlag von 150 Euro. Die Gesamtförderung kann sich also auf maximal 850 Euro addieren.

Die Bewerbung für einen der Förderplätze ist für Medizinstudierende zwei Monate vor Beginn der bayerischen Semesterferien möglich. Somit startet am 15. Mai 2018 der nächste Bewerbungszeitraum. Für die Zuteilung der Förderplätze ist – differenziert nach Regierungsbezirken – der jeweilige Zeitpunkt des Antrageingangs entscheidend.

Details zu den Fördervoraussetzungen sowie das FamuLAND-Antragsformular finden Medizinstudierende ab 15. Mai 2018 auf der Internetseite der KVB unter www.kvb.de/famuland.

 

Quelle Bild und Text: Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)

 

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